Kreisebene

Kreisschülerrat, Kreiselternrat, Kreislehrerrat (BbgSchuIG § 136)

Das Brandenburgische Schulgesetz legt die Bildung von Kreisräten fest. So wird gewährleistet, dass die drei an Schule beteiligten Personengruppen die Interessen der jeweiligen Gruppe auf der Kreisebene vertreten. Jede Schule eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt entsendet eine Vertreterin oder einen Vertreter der jeweiligen Personengruppe in die Kreisräte. Jede Schülerin/jeder Schüler, jedes Elternteil einer nicht volljährigen Schülerin/eines nicht volljährigen Schülers, sowie jede Lehrkraft kann aus ihrer Personengruppe heraus für den Kreisrat kandidieren. Die Wahl der Mitglieder für die Kreisräte erfolgt für zwei Jahre. Spätestens sechs Wochen nach Schulbeginn finden die Wahlen für den Kreisrat statt. So wird sichergestellt, dass die erste Sitzung der Kreisräte erstmalig spätestens nach zehn Wochen zusammentritt. Die Vorgabe dieser Zeit ist notwendig, damit das erste Zusammentreffen des Kreisschulbeirates und der Landesräte rechtzeitig stattfinden kann. In jedem Kreisrat eines Kreises werden eine Sprecherin/ein Sprecher, acht Mitglieder für den Kreisschulbeirat sowie zwei Mitglieder für den entsprechenden Landesrat gewählt. Es kann ein Vorstand gebildet werden. In den Kreisräten wird die Arbeit für den Kreisschulbeirat vor- und nachbereitet. Sämtliche Punkte, die im Kreisschulbeirat angesprochen werden, können auch Thema in den Kreisräten sein.

Der Kreisschülerrat wird auf der Konferenz der Schülerinnen und Schüler gewählt.
Der Kreiselternrat wird auf der Elternkonferenz gewählt.
Der Kreislehrerrat wird auf der Konferenz der Lehrkräfte gewählt.


Kreisschulbeirat (BbgSchuIG § 137)

Der Kreisschulbeirat ist das gemeinsame Gremium der Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte auf Kreisebene. In ihm sind nach Möglichkeit alle vorhandenen Schulstufen und Schulformen vertreten. Die Sitzungen des Kreisschulbeirates bieten Gelegenheit zum gemeinsamen Informations- und Erfahrungsaustausch. Der Kreisschulbeirat berät das Staatliche Schulamt und das Schulverwaltungsamt in schulischen Angelegenheiten. Dem Kreisschulbeirat gehören je acht Vertreterinnen/Vertreter des Kreisrates der Lehrkräfte, der Schülerschaft und der Eltern an. Diese gemäß BbgSschulG § 136 Abs. III Satz 1 Nr. 4 gewählten Mitglieder haben Stimmrecht. Beratend wirken erstens die/der Vorsitzende des für Bildung zuständigen Ausschusses des Kreistages respektive der Stadtverordnetenversammlung, zweitens je eine Vertreterin/ein Vertreter der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft der Schulen in freier Trägerschaft sowie drittens im Siedlungsgebiet der Sorben eine Sorbenbeauftragte/ein Sorbenbeauftragter mit. Der Kreisschulbeirat hat im Gegensatz zur Schulkonferenz keine Entscheidungs- sondern Anhörungsrechte. Insbesondere ist er in Fragen der Schulentwicklungsplanung mit allen den sie betreffenden weiter gehenden Angelegenheiten (Schulbezirksfestlegung/-änderung; Errichtung, Änderung und Auflösung von Schulen; kreisliche Schulbaumaßnahmen; Schülerbeförderungsgrundsätze) zu hören. Die Amtszeit im Kreisschulbeirat beträgt zwei Jahre. Eine Vorsitzende/ein Vorsitzender und bis zu zwei Stellvertreter werden zu Beginn der zweijährigen Legislaturperiode gewählt.

letzte Änderung am 01.02.2016